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Das Kunstmuseum und die Kunsthalle in Bremerhaven bekommen eine neue Leitung

Am 1. Februar 2021 ist Stefanie Kleefeld die neue geschaffene Stelle einer Direktorin des Kunstvereins Bremerhaven von 1886 e.V. angetreten. In ihrer neuen Position übernimmt sie zugleich die Leitung des Kunstmuseums und der Kunsthalle Bremerhaven. Stefanie Kleefeld setzte sich in einer internationalen Ausschreibung gegen 38 Kandiat*innen durch.

Stefanie Kleefeld war seit 2012 Direktorin der Halle für Kunst Lüneburg, die im vergangenen Jahr für ihr „hochkarätiges Programm aus Einzel- und Gruppenausstellungen“ mit den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine ausgezeichnet wurde. Als Doppelspitze leitete Kleefeld die Halle für Kunst zunächst gemeinsam mit Válerie Knoll, seit 2015 führte sie das Haus in alleiniger Verantwortung. Die Halle für Kunst prägte Kleefeld durch eine experimentelle Ausstellungspraxis mit höchstpersönlicher Handschrift. Sie realisierte dort unter anderem die thematische Ausstellungsreihe „Fantasie“ (2016), „Ausdruck und Gebärden“ (2016/17), „Authentizität. Das authentisch Unauthentische“ (2017), „Vom Handeln“ (2018) und „Wagnis der Öffentlichkeit“ (2020) und zeigte Einzelpräsentationen von internationalen Künstler*innen wie Vittorio Brodmann, Marc Camille Chaimowicz, Loretta Fahrenholz, Nina Könnemann, Jonas Lipps, Anita Leisz, Puppies Puppies (Jade Kuriki Olivo), Lucie Stahl und Sergei Tcherepnin. Zuvor war Kleefeld von 2011 bis 2012 am Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich tätig sowie von 2007 bis 2010 Redakteurin der Zeitschrift Texte zur Kunst. Kleefeld publiziert regelmäßig zur Gegenwartskunst.

Als Direktorin des Kunstvereins wird es die Aufabe von Kleefeld sein, die beiden Bremerhavener Häuser durch prägnante Einzel- und Gruppenausstellungen sowie eine kunsthistorische bzw. wissenschaftliche Sammlungsarbeit an den nationalen wie auch internationalen Diskurs anzubinden. Dabei soll nicht zuletzt die lange Tradition der hochkarätigen Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst sichtbar gemacht werden, die sich mit Bremerhaven verbindet. So fanden in der an der Weser gelegenen Stadt frühzeitig wegweisende Ausstellungen von Künstler*innen wie Joseph Beuys, Michael Borremans, Isa Genzken, Katharina Grosse, Karin Kneffel, Friedrich Kunath, Richard Long, Sabine Moritz, Sigmar Polke, Blinky Palermo, Gerhard Richter oder Lawrence Weiner statt. Ausdruck dieser langen qualitätvollen Geschichte ist das im Jahr 2007 eröffnete Kunstmuseum. Auf mehr als 700 qm Ausstellungsfläche werden hier unter anderem Werkgruppen von Hanne Darboven, Cecilia Edefalk, Ceal Floyer, Hamish Fulton, Raimund Girke, Ilya Kabakov, Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn, Richard Oelze, Blinky Palermo, Manfred Pernice, Gerhard Richter, Gregor Schneider, Norbert Schwontkowski, Andreas Slominski, Luc Tuymans, Paloma Varga Weisz, Henk Visch und Franz Erhard Walther präsentiert. Die Aktivitäten in der Kunsthalle Bremerhaven sind demgegenüber auf die Ausrichtung von Wechselausstellungen gerichtet. So werden auf 220 qm Ausstellungsfläche insbesondere jüngere Positionen vorgestellt. Mit der jetzt geschaffenen neuen Position einer Direktorin für beide Häuser und der Berufung von Stefanie Kleefeld reagiert der Kunstverein Bremerhaven von 1886 e.V. auf die kontinuierliche Ausweitung, die seine Ausstellungs-, Sammlungs- und Vermittlungstätigkeit in den letzten Jahrzehnten erfahren hat.

Telefon: 0471 46838
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Das Stipendienprogramm für soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler in Bremen soll ausgeweitet werden.

Der Senat hat dafür mit seinem Beschluss am 8. Dezember 2020 den Weg freigemacht.

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