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ab 30. Mai 2010

ZWEITE VERÄNDERUNG
KLAUS STAUDT
LAWRENCE WEINER


Mit der ERSTEN VERÄNDERUNG, dem Einbau eines Raumes durch den Künstler Gregor Schneider, startete der Kunstverein im Januar den sukzessiven Wandel der Museumsausstellung. Nach und nach werden weitere Werke aus dem Depot herausgeholt und neue Künstler im Museum vorgestellt. Im Rahmen dieses Wandels findet Ende Mai die ZWEITE VERÄNDERUNG statt. Präsentiert werden diesmal Reliefbilder, Zeichnungen und Skulpturen des Künstlers Klaus Staudt sowie Plakate des amerikanischen Konzeptkünstlers Lawrence Weiner.

Mit Klaus Staudt präsentiert der Kunstverein einen Künstler mit regionaler Verankerung und internationalem Renommee. Seit seinem Studium der Malerei, das Klaus Staudt Anfang der 1960er Jahre in München abschloss, beschäftigt sich der 1932 in Otterndorf an der Niederelbe geborene Künstler mit geometrischer Abstraktion. In über 40 Schaffensjahren hat er sich eine eigenständige und unverwechselbare Position erarbeitet, die durch ihre Kontinuität und Stringenz ebenso wie durch ihre Innovationskraft beeindruckt.

Stilistisch zählt die Arbeit von Klaus Staudt zur Konkreten Kunst, da sie nicht die Realität abstrahiert, sondern Geistiges materialisiert und durch reine geometrische Konstruktion erzeugt ist. Mathematisch-physikalische Gesetzmäßigkeiten bilden das theoretische Grundkonzept, welches im Werk von Staudt durch Licht, Schatten, Raum und Bewegung erweitert wird. Durch Variation und Kombination gleichartiger Elemente, unterschiedlicher Lichtsituationen und der Bewegung des Betrachters vor dem Objekt weicht er die geometrische Statik auf.

Staudts  Werk lässt sich in zwei wesentliche Gruppen gliedern. Eine Gruppe bilden seit 1960 Reliefs und Objekte. Die zweite Gruppe bilden seit 1970 Skulpturen und konstruktive Zeichnungen. Dank einer großzügigen Unterstützung durch den Künstler werden Arbeiten aus beiden Werkgruppen im Museum zu sehen sein.

Gleichzeitig mit dem neuen Raum für Klaus Staudt präsentiert der Kunstverein eine Wand mit Plakaten und Einladungskarten von Lawrence Weiner. Die Ausstellungsgeschichte dieses amerikanischen Künstlers ist eng mit Bremerhaven verbunden. In den 1970er Jahren hat er hier mehrfach im Kabinett für aktuelle Kunst ausgestellt. Im Jahr 2005 wurde sogar eine Sammlung seiner Textarbeiten unter dem Titel „Bremerhaven“ publiziert.

Seiner Kunst liegt der Gedanke zu Grunde, dass die Idee für ein Kunstwerk gewichtiger ist als die Ausführung. Dies führte Lawrence Weiner dazu, Sprache als Medium der Kunst zu verwenden. Anstelle von Bildern oder Skulpturen gibt er Beschreibungen, die direkt auf eine Wand geschrieben werden oder in Büchern, Einladungskarten oder Postern Verbreitung finden. Plakate oder Karten haben deshalb in der Kunst von Lawrence Weiner Werkcharakter. Im Kunstmuseum präsentiert der Kunstverein nun eine Auswahl dieser Arbeiten.
Dr. Kai Kähler
                 

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