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KOEN VERMEULE | FENSTERBILDER

11.6 - 29.8.2021

Was hat es mit dem Titel der Ausstellung für eine Bewandtnis?

Koen Vermeule schreibt in seinem neuen Katalog „Fensterbilder“ eine Hommage an Oskar Schlemmer:
„Wenn ich reise, gibt es drei Künstler, die ich immer mitnehme: Seurat, Spilliaert und Schlemmer. Ihr Werk steht mir sehr nahe, es fühlt sich wie eine Familie an. Aber bei Oskar Schlemmer gibt es etwas, das über seine Arbeit hinausgeht und mich beeinflusst hat. Er hat mir gezeigt, dass man sich als Künstler in Zeiten großer Verzweiflung, ohne Ressourcen und seiner Familie beraubt, neu erfinden kann. Schlemmer wurde 1937 von den Nazis zum "entarteten Künstler" erklärt und mit einem Arbeitsverbot belegt. Zur Seite geschoben.

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Stefani Glauber | ≈350

9.5 bis 27.6.2021

Ein Mensch hat ungefähr 350 verschiedene Geruchsrezeptoren mit denen er sich durch den Alltag bewegt. In ihrer Ausstellung ≈350 setzt sich Stefani Glauber (Jg.91) fragmentarisch mit der Analyse dieser Wahrnehmung und der Digitalisierung von Geruch auseinander. Die Vorstellung und die Versuche, Geruch gezielt einzusetzen, zu steuern und digitalisierbar zu machen haben eine lange und vielgestaltige Geschichte:

Im Römischen Kolosseum waren Röhren verbaut, durch die in Wein getränkter Safran und Kräutergeruch verdampft wurde, um an heißen Tagen den Blutgeruch in der Arena zu überdecken. Rund 2000 Jahre später beschrieb Kurd Laßwitz in seiner utopischen Erzählung „Bis zum Nullpunkt des Seins“ ein Geruchsklavier. Dieses Klavier wurde im sogenannten "Odoratorium" gespielt, einer "Stätte für öffentliche Geruchs-Aufführungen", die "zu Konzertsaal und Theater als ein unentbehrlicher Erholungsort getreten" war. Neben dem Hören und dem Sehen wurde das Riechen hier als gleichberechtigte, eigenständig bespielte Sinneswahrnehmung thematisiert.

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Johanna von Monkiewitsch | from different places

20.3. - 25.4.2021

Die Künstlerin Johanna von Monkiewitsch (*1979 in Rom, aufgewachsen in Deutschland) arbeitet mit möglichen Realitäten und den Fragen nach Abbild und Wirklichkeit. Genauer betrachtet entzieht jedoch die Künstlerin das Abbild der Wirklichkeit seinem Realitätszusammenhang. In einen anderen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang gestellt entsteht so eine neue materielle und sinnliche Bezüglichkeit. Licht, Zeit und Materialien des Alltags werden in ihnen zu metaphorisch hinterfragenden Behauptungen, die zwischen Raum, Gegenstand und Bild existieren. Dadurch entsteht eine neue Realität, die ein naturwissenschaftliches Phänomen zur Skulptur werden lässt. Ihr künstlerisches Werk umfasst bildhauerische Arbeiten, Installationen, Fotografie sowie Leinwand- und Videoarbeiten. Johanna von Monkiewitsch studierte von 1999 bis 2007 an der HBK Braunschweig. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Köln.

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Telefon: 0471 46838
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