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26. Mai 2016

RUDOLF DENKMANN
Leben und Arbeiten im Wissenschaftsdorf Ny-Ålesund, der nördlichsten Siedlung der Welt

Rudolf Denkmann berichtet in der Bremerhavener Kunsthalle über seine Überwinterung an der Arktis-Forschungsstation AWIPEV.

Begleitend zur Ausstellung „Nathalie Grenzhaeuser. The Arctic Series. Part II“ laden die Kunsthalle Bremerhaven und das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), am Donnerstag, den 26. Mai um 19 Uhr zu einem Bildvortrag über das Leben und Arbeiten im arktischen Wissenschaftsdorf Ny-Ålesund in die Kunsthalle ein. Dort wird Rudolf Denkmann, Geophysiker und ehemaliger Leiter der deutsch-französischen Arktis-Forschungsstation AWIPEV, von seiner Überwinterung in der nördlichsten Siedlung der Welt berichten.

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war Ny-Ålesund ein Bergbaudorf. Heute ist die Siedlung an der Westküste Spitzbergens ein internationales Arktis-Forschungszentrum, welches Forschungsstationen, Observatorien und Labore von elf Nationen beheimatet und in den Sommermonaten bis zu 120 Menschen beherbergt.

Das AWI betreibt in Ny-Ålesund gemeinsam mit dem französischen Polarinstitut Paul-Emile Victor  (IPEV) die deutsch-französische Forschungsstation AWIPEV. Sie zählt zu den wenigen Stationen des Ortes, die ganzjährig besetzt sind. Das heißt, das deutsch-französische Stationsteam gehört zu den rund 30 Menschen, die auch den Winter und die damit verbundene Zeit der Polarnacht in der Siedlung verbringen.

Rudolf Denkmann übernahm zwei Mal die Leitung der AWIPEV-Station und verbrachte im Zeitraum von 2011 bis 2015 jeweils 16 Monate in der Arktis. Zu seinen Lieblingsaufgaben gehörte die Gefahrenkartierung von Gletschern: zu Fuß, auf Skiern oder mit dem Schneemobil. Von der Unermesslichkeit und Zerbrechlichkeit der arktischen Gletscher ist der Wissenschaftler auch nach zwei Überwinterungen immer noch fasziniert. Nur ungern würde er Zeuge ihres Verschwindens werden.

In seinem Bildvortrag wird Rudolf Denkmann von der atemraubenden Schönheit der Landschaft aus Schnee und Eis berichten und beschreiben, wie sich eine Temperatur von minus 30 Grad Celsius auf der Haut anfühlt oder wie klein und verloren sich der Mensch in einem sogenannten „Whiteout“ vorkommt. Der Geophysiker wird dem Publikum Fotos seiner Lieblingsstellen am Kongsfjord zeigen und einen Einblick in das tägliche Leben und Arbeiten in Ny-Ålesund geben.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung in der Kunsthalle ist frei.

 

Telefon: 0471 46838
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