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17. Januar bis 28. Feburar 2016

TORSTEN SLAMA
KOMM UND SIEH
VORSCHLÄGE FÜR EINE SPRACH- UND SCHULREFORM

Die Darstellung der Wirklichkeit ist seit jeher ein diffiziles Unterfangen. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition von Wirklichkeit und jedwede Verbildlichung ist ein Unterfangen philosophischen Charakters. Die visuelle Darstellung der Wirklichkeit ist insofern ein weites Feld in der Geschichte der bildenden Kunst. Die Grenzen zum Abstrakten oder zum Surrealen sind fließend, ebenso wie zum Phantastischen und allzu leicht besteht die Gefahr eines Abgleitens in die Beliebigkeit pathetisch, kitschiger oder stereotyper Allegorien.

Eine Künstlergeneration, die sich im Geiste eines analytischen Rationalismus mit malerischer Akribie gleichwohl dieser Aufgabe gewidmet hat, waren einst die Vertreterinnen und Vertreter der neuen Sachlichkeit und des magischen Realismus. Und ein Künstler, der sich nahezu ein Jahrhundert danach erneut aufgemacht hat, den künstlerischen Versuch einer Verbindung von traumhafter Symbolik mit einer größtmöglichen zeichnerischen oder malerischen Genauigkeit in der Wiedergabe von etwas Sachlichem zu beschreiten, ist der in Österreich geborene Torsten Slama (*1967). Seit Jahren bezaubern seine Motivserien mit Gebäuden, Industrieanlagen, Motoren, technischen Strukturen oder Personen Museumsbesucher und Sammler. Mit ihrer kühlen Ernsthaftigkeit entziehen sie sich einer schnellen Deutung ebenso wie einer motivischen Vordergründigkeit in Zeiten digitaler Unbegrenztheit. Der Kunstverein Bremerhaven präsentiert Torsten Slama erstmals im Nordwesten mit einer Auswahl jüngerer Werke.