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3. Juli bis 21. August 2011

BREMERHAVEN SAMMELT

Anlässlich unseres diesjährigen Jubiläums hat uns die Frage beschäftigt, ob die 125jährige Förderung der bildenden Kunst in Bremerhaven durch den Kunstverein auch eine Kultur des Kunstsammelns initiiert hat. 125 Jahre Kunstverein, das waren und sind immerhin viele tausende Bewohner, die sich mit ihrer Mitgliedschaft der Kunstförderung verschrieben hatten und haben. 125 Jahre waren auch rund 1.000 Ausstellungen regional, national und international renommierter Künstlerinnen und Künstler mit zahllosen Besuchern.
Aus einigen Sammlungen ist uns bekannt, dass gerade vorausschauende Ausstellungen der 1960er und 1970er Jahre mit Hamish Fulton, Blinky Palermo, Gerhard Richter, Günther Uecker u.a. Spuren in Bremerhavener Privatbesitz hinterlassen haben. Neben den großen Namen aus frühen Jahren veränderten aber auch Künstler wie Peter Böhnisch, Manfred Holtfrerich und Norbert Schwontkowski die Sammlungen. Besonderen Einfluss hatte sicher die über 40jährige Ausstellungsgeschichte des „Kabinetts für aktuelle Kunst“, die gerade mit einer Ausstellungsreihe im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt geehrt wurde. Vieles ist jedoch, wie uns die Vorbereitungen zur Ausstellung gezeigt haben, im Verborgenen geblieben. Neben der modernen und zeitgenössischen Kunst, die hier insbesondere durch den Kunstverein gefördert wurde, finden sich in Bremerhavener Privatbesitz Werke, die einen starken lokalen Bezug haben. Otto Modersohn und Heinrich Vogeler sind genauso wie Ernst Barlach und Karl Schmidt-Rottluff vertreten. An die 100 Privatsammler aus Bremerhaven haben sich auf die Ankündigung des Ausstellungsvorhabens gemeldet und insgesamt über 400 Kunstwerke als Leihgabe angeboten. Ab dem 3. Juli werden wir mit der Ausstellung „BREMERHAVEN SAMMELT“ einen Teil dieser Arbeiten in der Kunsthalle präsentieren. Ziel ist es, einen Einblick in die gesamte Bandbreite der lokalen Sammlertätigkeit zu vermitteln.