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8. August bis 26. September 2010

Ro/Ro
1992-2010

Bremerhaven-Stipendium

Ro/Ro – die Abkürzung für „Roll-on/Roll-off“, bezeichnet normalerweise ein Umschlagsverfahren, bei dem Waren auf die im Hafen liegende Transportschiffe gerollt oder gefahren werden, um dann in die ganze Welt ausgeliefert zu werden – in Bremerhaven kaum nötig zu erklären.
Doch nicht nur Waren kommen nach und gehen aus Bremerhaven, werden im Hafen im Ro/Ro-Verfahren umgeschlagen. Seit langem ist die Stadt auch eine wichtige Zwischenstation für junge Künstler. Seit demnächst 20 Jahren vergibt der Verein KUNST & NUTZEN das Bremerhaven-Stipendium an namhafte nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler. Die mit dem Stipendium ausgezeichneten Künstler leben und arbeiten über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten in der Stadt und genießen die hervorragenden Arbeitsbedingungen, die sie ihnen bietet. Auf einer materiell gesicherten Basis können sie neue künstlerische Ansätze entwickeln. Das großzügige Atelier in der Gartenstrasse nahe der Alten Bürger bietet dazu einen großartigen Raum.
Inzwischen ist das Stipendium zu einer Erfolgsgeschichte für die Stipendiaten und für die Stadt geworden. Durch die sorgsame Auswahl der Stipendiaten ist es dem Verein gelungen, frühzeitig Künstlerinnen und Künstler nach Bremerhaven zu holen, die im weiteren Verlauf ihrer Karriere mit ihren Werken nationale und internationale Aufmerksamkeit und Bedeutung erlangt haben. Ihre Werke sind in Museen und auf Kunstevents wie der Dokumenta, der Berlin Biennale und der Biennale in Venedig zu sehen gewesen und wurden mit wichtigen Auszeichnungen gewürdigt. Mit dem Renommee seiner Stipendiaten trägt das Stipendium überregional zum positiven Ansehen Bremerhavens bei. Hinzu kommt, dass sich der Arbeitsaufenthalt in der Seestadt nicht selten im Werk der Künstler niederschlägt. Hier entwickeln sie neue Konzepte, übernehmen neue Fertigungsmethoden z. B. aus dem Schiffbau oder finden neue universelle Formen für ihre Objekte etwa aus dem Containerbereich oder der Schifffahrt. Unter der Hand findet Bremerhaven auf diese Weise Eingang in die überregionale Kunstentwicklung. Und nicht zuletzt profitiert die Stadt noch auf einem anderen Wege: alle Stipendiaten überreichen der Stadt am Ende ihres Aufenthaltes ein Werk. Auf diese Weise ist eine beachtliche Kunstsammlung mit herausragenden Arbeiten herangewachsen. Eine Auswahl dieser Arbeiten aus der Sammlung der Stadt ist aktuell im Kunstmuseum Bremerhaven zu sehen.
Doch nicht alle hochwertigen Arbeiten der Stipendiaten konnten bisher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sie werden nun in einer Ausstellung in der Kunsthalle gezeigt, so z.B. Skulpturen von Gereon Krebber, Ceal Floyers konzeptuelle Arbeiten, feine Zeichnungen von Dirk Bell oder die Licht- und Farbarbeiten von Paul Schwer. Alle diese Arbeiten spiegeln in eindrucksvoller Weise die Vielfältigkeit des künstlerischen Schaffens der bisherigen Stipendiaten wider.

Telefon: 0471 9586106 Allgemeine Infos und Anfragen

DER KUNSTVEREIN IN SCHRIFT, BILD UND TON (Kopie 1)

Links zu Berichten über Ausstellungen und Veranstaltungen des Kunstvereins in den Medien

Center TV vom 25.3.2010, Weserzeit Ausstellung Personell Kill >>

Zeit Online vom 21.3.2010, Die wahren Kunstkenner >>

Taz Nord vom 18.3.2010, Erschwerte Zugänge >>