Die nächste Gesprächsrunde für Kunsterzieher (LFI VA 296: Kunst) findet nicht am 15. Juni statt. Ein neuer Termin wird durch das Lehrerfordbildungsinstitut bekannt gegeben.
Nach Franz Erhard Walther, Andreas Slominski , Paloma Varga Weisz und dem Thema Landschaft soll das nächste Treffen die Arbeiten des niederländischen Bildhauers und Graphikers Henk Visch behandeln.
Henk Visch wurde 1950 in Eindhoven geboren, wo er heute noch lebt und arbeitet. Nach dem Studium an der Königlichen Akademie in Hertogenbosch hielt er sich zunächst häufig in New York und Frankreich auf, dozierte an den Kunstakademien Amsterdam, Maastrich, Stuttgart und seit 2005 an der Kunsthochschule Münster. Henk Visch repräsentierte 1988 die Niederlande auf der Biennale in Venedig und erlangte mit seiner Teilnahme an der documenta in Kassel 1992 internationales Renommee. Bereits dreimal wurden die Arbeiten des niederländischen Künstlers in Bremerhaven vorgestellt – 1994 und 1997 im Kabinett für aktuelle Kunst und 2001 in einer großen Einzelausstellung in der Kunsthalle.
Henk Visch´s poetische, oft surreal anmutende Skulpturen und Zeichnungen lassen sich zunächst sehr gut mit seinen eigenen Worten beschreiben: „Meistens, wenn ich so viele Menschen sehe, …, bin ich einer von ihnen. Einer von den vielen, die alle ihres Weges gehen. Das finde ich schön, wenn jeder seines Weges geht und jeder seine eigenen Gedanken mit sich trägt. Ja, wir behalten unsere Gedanken fest in uns. Als ob wir wissen, dass dasjenige, das wir selbst in uns mitnehmen, ganz und gar uns selbst gehört. Und das scheint uns zerbrechlich und wir tragen es nicht zu Markte. Und wenn wir dies bei uns bemerken, geschieht etwas Fremdes, Unerwartetes. Wir wollen es jemanden mitteilen. Und wenn unsere Gedanken einmal ausgesprochen sind, haben wir die Macht darüber verloren. Sie gehen ihrer eigenen Wege.“