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Richard Oelze

Richard Oelze (1900-1980) ist neben Max Ernst der wichtigste Vertreter des deutschen Surrealismus. Von den 1930er Jahren bis zu seinem Tod hat er ein umfangreiches Werk von seltener Konsequenz und Eigenwilligkeit geschaffen. Sein bedeutendstes Bild „Die Erwartung“ von 1936 (Museum of Modern Art, New York) verdeutlicht am besten sein zentrales Thema der Suche nach dem Unbekannten.
Wesentliche Eindrücke bezog Oelze in den 1920er Jahren am Weimarer Bauhaus, wo er bei Klee und Kandinsky studierte. In Dresden lernte er bei Otto Dix die Malerei der Neuen Sachlichkeit kennen. Doch letztlich war es die Begegnung  mit dem Surrealismus in Paris im Künstlerkreis um André Breton, die nicht ohne Wirkung auf sein Gesamtwerk blieb. Dennoch verließ er 1939 Paris und zog in das Künstlerdorf Worpswede, das insbesondere mit seiner Abgeschiedenheit der eher introvertierten Persönlichkeit Oelzes entsprach. Bis zum Lebensende blieb er seinem künstlerischem Stil, einer geheimnisvoll, traumhaften Darstellung von Landschafts- und Figurenkompositionen jenseits aller Materialität, treu.

 

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