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ab dem 22. Januar 2017

TOMAS SCHMIT
das ist wie beim meer

Tomas Schmit (1943-2006) gehört zu den Pionieren der Fluxus-Bewegung. Neben den Aktionen beschäftigte sich Tomas Schmit auch mit Sprache und Text und begann Ende der 1960er Jahre zeichnerisch zu arbeiten. In rund vier Jahrzenten entstehen so neben einer Vielzahl von Einzelzeichnungen, Editionen, original vervielfältigte Zeichnungsserien, Bücher, Texte und ein Film mit dem Titel „e-constellations“. Inhaltlich behandelte er mit Fragen wie „woher weiß ein Chamäleon, welche Farbe es annehmen soll?“ oder „können menschen denken“ zumeist Beobachtungen und Phänomene aus der Evolution, der Gehirn- und Verhaltensforschung oder der Wahrnehmung und der Sprachlogik. Für seine künstlerischen Reflexionen erfuhr Tomas Schmit nicht nur in der Kunstwelt hohe Anerkennung durch Einzelausstellungen im Kunstverein Hamburg (1977), im Kölnischen Kunstverein (1978), in der Galerie Michael Werner, Köln und New York (1986 und 1994), in der DAAD Galerie Berlin und im Sprengel Museum Hannover (1987), in der Kunsthalle Portikus, Frankfurt am Main (1997) und posthum im Museum Ludwig, Köln und in der Sammlung Falckenberg, Hamburg (2007) sowie der Teilnahme an der documenta 6 in Kassel (1977). Auch renommierte Fachwissenschaftler zollten ihm Respekt. So empfahl etwa der Kybernetiker Prof. Dr. Braitenberg 1990 „Physikern und anderen Anfängern“ in einer Rezension in der Fachzeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ Tomas Schmits Buch „erster entwurf (einer zentralen ästhetik)“ als „Einführung in die Gehirnwissenschaft“. Insofern zählt Tomas Schmit auch zu den profiliertesten Wegbereitern im Verhältnis zwischen der bildenden Kunst und den Wissenschaften, das zurzeit wieder Konjunktur hat.

Seine letzte Einzelausstellung fand 2005 im Kunstverein Bremerhaven statt. Im Kunstmuseum erhält Tomas Schmit einen eigenen Raum.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN IM KUNSTMUSEUM

immer Mittwoch, 16 Uhr

andere Termine nach Absprache