LANGE NACHT DER KULTUR
Kurzführungen im Kunstmuseum Bremerhaven
Nach der großen Resonanz auf die Kurzführungen während der Lagen Nacht der Kultur im Jahr 2008 bietet der Kunstverein in diesem Jahr erneut kurze Themenführungen an. Die Führungen von ca. 15-20 Minuten Dauer widmen sich den unterschiedlichsten Aspekten, die mit den Werken der Künstlerinnen und Künstler verbunden sind. Für die Besucher ergibt sich auf diese Weise die Möglichkeit schöner, vielleicht unerwarteter, wunderlicher oder ironischer Schlaglichter auf die Kunst.

ERSTE VERÄNDERUNG
GREGOR SCHNEIDER
Erregte Auseinandersetzungen, Debatten weit über den engeren Kreis der Kunstszene hinaus sind ihm nicht fremd. Immer wieder führten seine Kunstprojekte zu teilweise emotionsreichen Diskussionen. Höchstes Lob war dabei ebenso vertreten wie vernichtende Kritik. Ja sogar Morddrohungen hat er erhalten. Die Rede ist von dem Künstler Gregor Schneider. Ende der 1980er Jahre begann er damit Räume im Inneren eines mehrstöckigen Hauses umzubauen. Der Umgang mit Räumen, mit Innen- und Außenräumen, mit Zwischenräumen, toten Räumen, ihrer Verdopplung oder Veränderung ist bis in die Gegenwart Gegenstand seiner Arbeit. Seine skulpturale Tätigkeit zielt indes zugleich auf unterschwellige Ängste ab. Er thematisiert Klischeevorstellungen, hinterfragt unsere Wahrnehmung und macht die Abgründe der menschlichen Existenz zum Thema seiner Kunst. Im neuen Kunstmuseum gestaltet Gregor Schneider nun einen eigenen Raum. Mehr >>
Manfred Holtfrerich
"Schöne Motive" nennt Manfred Holtfrerich, geb. 1948, ironisch seine Arbeiten. Seit den 1990er Jahren sammelt der Hamburger Künstler Laubblätter, um sie in realistischer Aquarelltechnik zu porträtieren und somit der Vergänglichkeit und dem Wandel der Zeit zu entziehen. Mit scharf umrissener Linie heben sie sich vom Bildhintergrund ab und täuschen somit Plastizität vor. Diese scheinbar belanglos reproduzierende Arbeitsweise ist jedoch lediglich Vorwand zur Analyse seines Grundthemas: dem Verhältnis von Bild und Skulptur und dem Einfluß der Farbe darauf. Parallel dazu schafft er skulpturale Objekte, die durch den Dialog von Hintergrund und Figur, Form, Fläche und Farbe zu etwas Neuem werden, das weder Bild noch Objekt ist. Fläche und Körper korrespondieren miteinander, nähern sich an und entfernen sich. So will der dreidimensionale Gegenstand als Bild betrachtet werden, die zweidimensionale Fläche verlangt dreidimensionale Aufmerksamkeit. Diese Bildhaftigkeit der Objekte einerseits und die Objekthaftigkeit der Bilder andererseits verweisen auf die Zweideutigkeit des Schaffens von Manfred Holtfrerich.
Lange Nacht der Kultur
Unter dem Titel ART – it’s not always quiet präsentiert der Kunstverein im Kunstmuseum undin der Kunsthalle eine Auswahl von Videos, Filme und Tondokumente von und über Künstler. Mehr >>
Spring ! Kunstfrühling 2009
Zum sechsten Mal veranstaltete der Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler den Bremer Kunstfrühling. Der Kunstverein Bremerhaven von 1886 war mit der Video-Arbeit „Monochrom Edit (Red)“ der Künstlerin Ceal Floyer dabei. Mehr >>
Performance mit Franz Erhard Walther
Im Beiprogramm zur pädagogischen Woche veranstalteten der Verein UNERERHÖRT - Verein für neue Musik und der Kunstverein Bremerhaven von 1886 am 12. März 2009 eine Klangperformance mit Franz Erhard Walther. Mehr >>
Dokumentation >>

DIE SAMMLUNG
WERKE AUS DEM BESITZ DES KUNSTVEREINS
Am 2. März 2008 ging für den Kunstverein Bremerhaven ein lange gehegter Traum in Erfüllung. Im neuen Kunstmuseum konnte der Öffentlichkeit nach erstmals eine erste Auswahl von Kunstwerken aus dem eigenen Besitz zugänglich gemacht werden. Mehr >>

GEORG BASELITZ UND BENJAMIN KATZ
DIE RICHTUNG STIMMT
In seiner ersten Museumsausstellung präsentierte der Kunstvereim eine Skulptur und 22 Gemälde des Bildhauers und Malers Georg Baselitz, sowie ca. 70 schwarz-weiß Aufnahmen des ehemaligen Galeristen und Photographen Benjamin Katz. Mehr >>

Manfred Holtfrerich
im Gespräch
Die Herbstblätter von Manfred Holtfrerich sind bei den Besuchern des Kunstmuseums sehr beliebt. Am 27. November 2008 beschrieb der Künstler den Entstehungsprozess und beantworte Fragen der Besucher zu seinem Werk.

DURBAN POISON
Klaus Burger – Tuba
Matthias Schneider-Hollek – Elektronics
Die herausfordernde Akustik des neuen Kunstmuseums bildete am 25. November 2008 den Ausgangspunkt für dieses Konzert des Vereins Unerhört, eine Raumerkundschaftung unter klanglichen Gesichtspunkten. Mehr >>