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17. Mai bis 29. Juni 2014

JEAN-PAUL DERIDDER
CINEMA
ERÖFFNUNG: 17. Mai, 19 Uhr

Kinosäle sind für jede Region ein grundlegendes Kulturgut. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Lichtspielhäuser zu etablierten Kunst- und Kultureinrichtungen und Orten der sozialen Zusammenkunft par excellence. Nach nicht einmal einem halben Jahrhundert ihrer Glanzzeit droht heute jedoch immer mehr Kinos die Schließung. Vor allem die zunehmende Verbreitung des Fernsehens ab den 1950er Jahren führte zu einer existentiellen Krise. Auch die Ära der traditionellen Filmvorführer scheint durch die Digitalisierung vor ihrem Ende zu stehen.

Der belgische Fotokünstler Jean-Paul Deridder (*1963) führt uns in seiner Serie CINEMA hinter die Kulissen der Kinosäle und thematisiert die Geschichte des Kinos aus der Perspektive der Filmvorführer und der Kinobeschäftigten. Zwischen 2002 und 2007 hat Jean-Paul Deridder in Belgien und im Rheinland Kinos besucht und dabei Filmvorführer an ihren Projektoren und die oft traditionsreichen und leeren Kinosäle in stimmungsvollen, nachdenklichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit der Großbildkamera festgehalten. Seine fotografische Dokumentation einer fast schon vergangene Kinokultur zeigt die Geschichte des Kinos von der Hoch-Zeit bis zum großen „Kinosterben“. Für die Ausstellung in der Kunsthalle Bremerhaven ging Deridder auch in die Kinos der Hafenstadt und gewährt uns so Einblicke in die lokale Geschichte der Lichtspielhäuser.

Jean-Paul Deridder studierte an der Ecole de Recherches Graphiques in Brüssel und nahm am postgraduierten Programm des Stichting Ateliers’63 in Haarlem teil. Seit 2012 ist Deridder Direktor der Fondation A Stichting in Brüssel, die sich für die Herstellung und die Bewahrung von fotografischen Abbildungen einsetzt.

 

Anlässlich der Mitgliederversammlung am 5. Juni 2014 hielt Hans Happel eine Rede über die Geschichte der Kinos in Bremerhaven. Zu der Rede gelangen Sie hier.

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