MATTHIAS WEISCHER
ALICE, ARMIN UND ALL DIE ANDEREN
ARBEITEN AUF PAPIER
Der Künstler Matthias Weischer (geb. 1973 im westfälischen Elte) wurde bisher in erster Linie als Maler wahrgenommen. Mit seinen Bildern errang er nach einem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig rasch Anerkennung und internationale Beachtung. Mit seinen auratischen Gemälden, die Häuser oder Innenräume mit teilweise surrealer Staffage zeigen, zählte Matthias Weischer bald zu den stilbildenden Repräsentanten der so genannten „Neuen Leipziger Schule“.
Als Stipendiat der Villa Massimo traten in seinem Werk 2007 während des Stipendienaufenthaltes in Rom neben die atelierbezogenen Interieurmotive auch Landschafts- oder Gartenmotive. Mit der Hinwendung in den Außenraum ging auch eine Verlagerung des Arbeitsprozesses aus dem Atelier ins Freie einher. Dadurch erhielt die grafische Arbeit einen höheren Stellenwert für den Künstler. Der passionierte Maler, der allerdings stets gezeichnet hat und während seines Studium auch in den verschiedenen grafischen Techniken ausgebildet wurde, nutzt nun Stift und Pastell, Aquarell und Linoldrucke als schnellere Arbeitsformen, um sich die Situationen im Außenraum direkter zu erschließen.
Zurück in Deutschland stellte Matthias Weischer 2010 seine erfolgreiche Malerei vorübergehend ganz zurück, um sich vertiefend mit den Möglichkeiten unterschiedlicher grafischer Verfahren für seine Arbeit auseinander zu setzten. An die Stelle der gemalten Bilder rückten nun Radierungen, Lithografien, Linoldrucke und schließlich die so genannten „Pulp Paintings“. Leipzig, die Stadt des Buchdrucks und der Verlage, bot ihm für seine grafische Arbeit dabei die idealen betrieblichen Voraussetzungen.
Für Matthias Weischer bedeutet die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Drucktechniken eine neue Form der Bildfindung. Während er als Maler in kräftigem pastosem Farbauftrag Malschicht für Malschicht ein Bild nach und nach auf der Leinwand aufbaut, zwingen die Drucktechniken bereits im Vorfeld zu einem fertigen Bildkonzept, das dann über die verschiedenen Verfahrensschritte mit wenig Korrekturmöglichkeiten nur vermittelt hergestellt werden kann.
Neben allen technischen und künstlerischen Aspekten ist die Hinwendung zur Grafik schließlich auch ein Akt der Suche und Selbstvergewisserung des jungen Malers. Mit Spannung wartete die Kunstwelt daher auf die ersten Werke. Ende Mai wurden die Ergebnisse im Museum für bildende Künste in Leipzig nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Kunsthalle Bremerhaven ist jetzt der zweite Ort, an dem sich das Publikum ein eigenes Bild von den neuen Werken des jungen Künstlers machen kann.
Zur der Ausstellung ist bei Prestel unter dem Titel Matthias Weischer ein Katalog in der Reihe „Kunstwerkstatt“ erschienen. Im Rahmen der Ausstellung laden wir am 5. Oktober 2011 zu einem Gespräch zwischen dem Autor des Kataloges, dem Kunsthistoriker Moritz Wesseler, und Matthias Weischer ein.
STADTGESPRÄCHE
eine Veranstaltungsreihe des Bundes Deutscher Architekten
Franz-Josef Höing
Senatsbaudirektor Bremen
Beispiel Bremen
Entwicklung zu einer modernen Stadt
aktuelle Planungsziele und Umsetzungsstrategien
Anmeldung bitte unter
0471-24312 oder
buero@grube-architekten.de

DOUBLE
Im Jahr 2003 erwarb das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main mit dem Werk N. Schmidt von Gregor Schneider den Nachbau des Kabinetts für aktuelle Kunst in Bremerhaven. In der Ausstellungsreihe Double wird er vom 7. März 2009 bis zum Herbts 2010 zum Ausgangspunkt für neun historische Ausstellungen. Mehr >>

Sibylle Springer "Gleam"
Nachträglich zur Ausstellung Sybille Springer "Gleam" in der Kunsthalle Bremerhaven im Jahr 2009 ist nun ein Katalog im Kerber Verlag, Bielefeld erschienen. Er umfasst 128 Seiten, wird vom Kunstverein Bremerhaven herausgegeben, und ist hier für 33,90 € zu erwerben. Die Publikation mit Textbeiträgen u. a. von Kathrin Meyer und Wolfgang Ullrich erscheint rechtzeitig zur Karl Schmidt-Rottluff-Preisträgerausstellung, die voraussichtlich Ende 2011/Anfang 2012 in der Kunsthalle Düsseldorf zu sehen sein wird.
Homepage der Künstlerin:
Link zu den Infos des Verlags:
http://www.kerberverlag.com/themen/edition_young_art/controller/Shop/action/show/product/1483.html